Ein von der EU aufgedecktes Tierfutter-Kartell muss über 175 Millionen Euro Strafe zahlen.Die Hersteller hätten sich auf einem Grossteil des europäischen Marktes fast 35 Jahre lang Marktanteile und Kunden zugewiesen und teils auch Preise abgesprochen, erklärte die EU-Kommission am 20. Juli. Das Kartell bestand demnach "seit mindestens März 1969" bis zum Februar 2004.
Nicht alle der jetzt verurteilten Unternehmen seien aber die ganze Zeit über beteiligt gewesen, schreibt die Nachrichtenagentur SDA. Die Hersteller waren nach Ansicht der Kommission führend bei der Produktion von Futterphosphaten, einem Hauptbestandteil von Tierfutter beispielsweise für Haustiere, Geflügel, Schweine und Rinder. Sie stammten unter anderem aus Frankreich und den USA und müssen zwischen 14,4 Mio. und knapp 84 Mio. Euro zahlen.
Einem Teil der Unternehmen wurde die Busse wegen einer Kronzeugenregelung erlassen, andere profitierten mit Ermässigungen davon, dass sie ihre Beteiligung an den Rechtsbrüchen später eingestanden.