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Shampoo-Therapie in der veterinärmedizinischen Dermatologie
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[08.03.2007]
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Die Therapie mit Shampoo spielt eine wichtige Rolle in
der Behandlung vieler dermatologischer Krankheiten.
Mit dem Waschen eines Tieres können
verschiedene Ziele erreicht werden. Erstens
kann man Schmutz und Gerüche entfernen.
Dies hat bei Katzen in der Regel eine geringere
Bedeutung, da sie sich meistens selbst
sorgfältig putzen. Das Waschen beseitigt
auch auf mechanische Weise potentielle
Allergene, was bei Tieren, die an atopischer
Dermatitis leiden, besonders wichtig ist.
Darüber hinaus reduziert es die Menge an
zellulären Ablagerungen sowie Mikroben
und deren Stoffwechselprodukten, und
ist damit hilfreich bei der Behandlung
von Tieren mit sekundärer bakterieller
Pyodermie oder Malassezia-Dermatitis.
Schon die Anwendung von Wasser alleine
rehydriert die Haut, so daß das Stratum
corneum widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse wird. In der Humanmedizin
wurde eine Vielzahl von Methoden entwickelt,
um die Einflüsse von Shampoos
auf das Stratum corneum, die epidermale
Lipidschicht und den Feuchtigkeitsgehalt
der Haut beim Menschen objektiv
zu messen. Dazu gehören unter anderem
die Messung des transepidermalen Wasserverlusts
(transepidermal water loss,
TEWL) (Gehring et al. 1999, Thune et al.
1988), die Zählung von Korneozyten (Corcuff
et al. 1991, Holzle u. Plewig 1977), die
Korneometrie (Eberlein-Konig et al. 2000,
Rudolph u. Kownatzki, 2004), „Stripping“,
die Messung der Hornhautdicke (corneal
layer thickness measurement), chemische
Analyse der Lipidschicht, Messung des
Wassergehalts und die Oberflächenbiopsie.
Leider sind diese Methoden bei Tieren
nicht reproduzierbar und stellen deswegen
keine brauchbaren Tests dar, um die
Wirkung von Shampoos bei diesen Spezies
zu evaluieren (Hester et al. 2004). Neueren
Untersuchungen zufolge, liefert die
Elektronenmikroskopie möglicherweise
reproduzierbarere Ergebnisse, daher sollte
man dieser in Zukunft vermehrte Aufmerksamkeit
schenken (Inman et al. 2001).
Abgesehen von den rein mechanischen
Wirkungen und den rehydrierenden Eigenschaften
des Wassers (und anderen
Inhaltsstoffen) haben medizinische Shampoos,
je nach Inhaltsstoff sehr spezifische
Wirkungen, was sie zu einer nützlichen
Begleittherapie bei Seborrhoe, infektiösen
und allergischen Hauterkrankungen sowie
Parasitosen macht.
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Quelle: Praktischer Tierarzt 88: Ausgabe 3, Seite 150-156 (2007)
Autor: Neuber A, Horvath C
© Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
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